Über mich

Research statt Rauschen.
AetherSec ist das Forschungslogbuch von Marlon Ciesielski. Ich schreibe hier auf, was ich untersuche: Reverse Engineering, Malware-Analyse und Security Research, in der Sprache, in der ich selbst lesen will — klar, nachvollziehbar und ohne Clickbait.
Wer dahinter steckt
Ich bin Marlon Ciesielski, unabhängiger Sicherheitsforscher. Mich interessiert, wie Systeme tatsächlich versagen und wie sich das so beschreiben lässt, dass eine andere Person den Weg nachvollziehen kann. AetherSec ist kein News-Feed. Es ist das Logbuch dieser Arbeit: Funde, Grenzen und die Entscheidungen, die ein Writeup tragen.
Der Schwerpunkt meiner Forschung ist die deterministische allgemeine automatische Exploit-Generierung. Dafür stehen die beiden Bezeichnungen AAEG und GAEG. Gemeint ist eine Technologie, die aus einem präzisen Verständnis eines Programms ableitet, ob und wie ein Fehler ausnutzbar ist, und die ohne KI auskommt. Ich will Verfahren, deren Schritte sich prüfen lassen, und keine Ergebnisse, die sich nur auf ein Modell berufen.
Daneben arbeite ich an einer eigenen Programmiersprache. Sie ist das Mittel, mit dem ich Ideen über Typen, Kontrolle und Analyse so formuliere, wie die Forschung sie braucht, und nicht so, wie eine vorhandene Sprache sie zufällig anbietet. Zu Lernzwecken entwickle ich außerdem ein eigenes Betriebssystem. Der Zweck ist, Scheduler, Speicher und Schnittstellen selbst zu bauen und damit zu verstehen, statt sie nur als gegebene Umgebung zu benutzen.
Wofür ich stehe
Ich setze mich dafür ein, die deutsche Hackerszene nach vorn zu bringen. Das heißt für mich technische Substanz, offene Auseinandersetzung und ein Umfeld, in dem Leute ihre Arbeit zeigen können, ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen, dass sie überhaupt forschen.
Ich will weg von der übermoralisierenden und toxischen Attitüde, die in Teilen der deutschen Szene den Ton angibt. Moralische Posen ersetzen keine Analyse. Ein Klima, in dem eine andere Haltung sofort als Charakterfehler gilt, hält die Szene klein und vertreibt genau die Leute, die sie brauchbar machen würden. Wer an Sicherheit arbeitet, braucht Streit über Ergebnisse und Annahmen, nicht über die Frage, ob Forschung überhaupt statthaft ist.
Ebenso klar ist meine Haltung zur Handlungsfähigkeit des Landes. Unternehmen sollten es leichter haben, militärische Aufträge im Kontext von Cyberwaffen und Spionage zu bekommen, und dafür weniger Auflagen beachten müssen. Ein Staat, der die eigenen Fähigkeiten im Cyberraum ausbremst, während andere sie ausbauen, wird nicht sicherer. Deutschland wird im Cyberraum nur dann stark, wenn fähige Firmen solche Aufträge ohne unnötige Hürden übernehmen können. Das ist eine politische Forderung und keine Anleitung.
Fokusgebiete
Im Logbuch bleiben die Fragen, an denen ich im Labor sitze: wie ein Binary aufgebaut ist, welches Verhalten eine Probe verrät, welche Beobachtungen sich für Detection lohnen und wie sich offensive Technik so aufschreiben lässt, dass andere daraus lernen können.
- Reverse Engineering — statische und dynamische Analyse von Binaries und Protokollen
- Malware-Analyse — Triaging, Verhalten, IOC-Extraktion und Detection-Ideen
- Security Research — reproduzierbare Forschung zu offensiven Techniken, inklusive der Arbeit an AAEG und GAEG
Was du hier findest
Technische Writeups und Erkenntnisse aus der Praxis, mit Annahmen, Grenzen und offenen Fragen. Neue Analysen erscheinen im Blog; per RSS bleibst du auf dem Laufenden. Hinweise und Korrekturen erreichst du über die Kontaktseite.